Hyper-V R2 Upgrade und Erfahrungsberichte
Hyper-V hat sich als stabile Basis für Virtualisierung im Markt längst etabliert und einen Namen gemacht. Wenn sie heute über Virtualisierung nachdenken, ist Hyper-V definitiv ein nicht zu verachtender Konkurrent der auch in vielen Fällen die bessere Alternative darstellt. Jetzt haben viele Kunden aber bereits Hyper-V im Einsatz und wollen natürlich die neuen Features der R2 Version nutzen. Aber wie upgraden und geht das überhaupt?
Generell, JA - unter gewissen Umständen.Das Upgrade kann sogar Inplace gemacht werden von Windows Server 2008 auf Windows Server 2008 R2. Man sollte natürlich IMMER ein vollständiges Backup aller Konfigurationsdaten und vor allem aller VMs haben um diese im schlimmsten Fall schnell wiederherstellen zu können.
Worauf man achten muss, es dürfen keine SnapShots von virtuellen Maschinen existieren. Diese sind von 2008 zu 2008 R2 nicht kompatibel und die VM könnte niemals wieder starten. Genau das gleiche passiert natürlich auch wenn eine VM nicht normal heruntergefahren wird, sondern im Saved State gelassen. Danach ist ein starten nicht mehr ganz so einfach möglich.Startet man das Setup des R2 Servers könnte einen die Fehlermeldung über das abdrehen des Hyper-V Features etwas verwirren. Das kann man aber getrost ignorieren, einfach weiterklicken. Die Deinstallation des Features würde nahezu alle Netzwerksettings vernichten und entsprechend mühsame Nacharbeiten erfordern.

Sobald man diesen Prozess hinter sich gebracht hat, kann man alle neuen Features des HyperV R2 Servers nutzen. Angefangen von LIVE Migration mit der sich virtuelle Maschinen im Betrieb verschieben lassen sind damit ab sofort auch Cluster Shared Volumes möglich. Diese sind als Basis für LIVE Migration notwendig und erlauben den gleichzeitigen Zugriff von mehreren Servern auf die gleiche LUN / Festplatte im Clusterverbund. Das gesamte Storagehandling wird dadurch entsprechend einfacher.
Der berühmte Blick in die Zukunft respektive Glaskugel bringt mich auf eine Blog Serie die vom Produkt Manager von Hyper-V in den letzten Wochen aufgetaucht
ist (http://blogs.technet.com/virtualization/archive/2010/03/18/dynamic-memory-coming-to-hyper-v.aspx). Dabei geht es um ein Feature genannt Dynamic Memory für Hyper-V das eventuell in der nächsten Version / Servicepack nachgeliefert wird. Damit wird es möglich sein bis zu einem gewissen Grad Memory over zu commiten. Also - mehr Speicher vergeben als physisch wirklich verfügbar ist. Ein Feature das in der Vergangenheit stark gefordert wurde - letztendlich aber aus Performancegründen und den damit verbundenen Risiken bisher nicht umgesetzt wurde.