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News: Cloud Lösungen am Markt - zwei Beispiele - VMware Cloud vs Microsoft Cloud (Schwerpunkt Office 365) 

 

Cloud Lösungen am Markt: wir vergleichen zwei von vielen Beispielen: VMware Cloud vs. Microsoft Cloud (Schwerpunkt Office 365)

Cloud Lösungen gibt es wie Sand am Meer. Gerüchte darüber mindestens genauso viel. Wer hat nicht schon von EC2 und Office 365 oder Microsoft Azure, natürlich auch MobileMe (bald iCloud) und nicht zu vergessen die Google Apps for Business gehört. Weniger bekannt so Dienste wie VMware vCloud, Hyper-V Cloud oder auch BackBlaze als einer von vielen die glaub ich, nicht so bekannt sind. Letztendlich sprechen wir bei einem Service aus der Cloud aber genauso von Facebook, Twitter und Google+ wie wir von Teamviewer, Mikogo oder einfach nur Dropbox sprechen oder? Irgendwie doch nicht.

Wenn wir heute von Cloud sprechen, dann sprechen wir eigentlich von vielen Dingen die mit Cloud zu tun haben, genauso wie wir von Dingen sprechen die sehr wenig mit Cloud zu tun haben. Und wenn man mal genau nachfragt, weiss eigentlich keiner so wirklich was die Cloud ist. (oder hat es vielleicht doch mit Cumulus zu tun?)

Wenn wir uns ansehen was Cloud Computing eigentlich bedeutet findet man sehr schnell einen Wikipedia Artikel dazu der recht detailiert erklärt was CLOUD COMPUTING eigentlich bedeutet. So wichtige Ausdrücke wie Private Cloud oder Public Cloud und die Hybrid Cloud dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Ich red jetzt noch a bissl wichtig in diesem Artikel drüber und dann ist die Verwirrung perfekt oder? NEIN! Natürlich nicht. Was ich kurz versuchen will ist konkret auf zwei der großen Cloud Services einzugehen um ein wenig zu erklären worin der eigentlich wesentliche Unterschied zwischen diesen liegt. Wie könnte es anders sein, die Kandidaten sind natürlich Office 365 und VMware vCloud.

Natürlich ist das Thema wesentlich breiter und Microsoft, Google und andere bieten noch dazu Developer Plattformen an, mit denen man Dienste für eine Cloud realisieren kann, wir sprechen hier dann z.B. von Windows Azure & Co. Dennoch bleiben wir beim Thema und vergleichen mal Office 365 und die VMware vCloud.


Vorab der Versuch zu erklären was für uns aktuell so der Grundgedanke einer Cloud ist. Im Prinzip eine Wolke (wer hätte das gedacht) die uns einen Service anbietet, für uns egal wie es diesen Service zustande bringt, er muss nur da sein. Ein schönes Beispiel sei E-Mail. Gmail oder Office 365, GMX oder Yahoo Mail. Vollkommen egal. Dem User ist doch auch vollkommen egal ob da jetzt ein Exchange Server dahinter ist oder Lotus Notes, egal ob ein IMAP Server auf Linux Basis oder Skalix. Für den User ist nur wichtig, Mail. Es funktioniert und mein Client muss die Mails schnell bekommen und jederzeit versenden können. Wie das Service zustande kommt.. mir egal. Eine dunstige, undurchsichtige Wolke von der keiner weiss was sie tut, sie tuts nur einfach und das immer und überall. Die Kritiker mögen jetzt sagen, ja klar – das is ja kein Cloud Service, weil das ist ja eigentlich was ASPs scho immer machen (Application Service Provider) und das hama scho seit Jahren und nicht erst seit es Cloud gibt, aber – dazu einfach später mehr.

 


VMware vCloud
VMware bezeichnet sich selbst als den Grundstein jeder Cloud. Sie mögen damit nicht ganz falsch liegen, immerhin gibt es das Unternehmen nun doch schon ein paar Jährchen und das gesamte business model baut darauf auf, dass einfach alles virtualisiert wird. Und das für sich genommen ist doch schon ein wenig Cloud. Der Ansatzpunkt ist in vielen Bereichen aber ein anderer als „klassische“ Cloud Provider (klassisch – klingt wie „klassische Musik“ oder „klassische VHS Kassetten“).


VMware bietet die VMware Cloud nicht direkt an. Eigentlich bietet VMware nur die Software an um eine VMware Cloud zu realisieren. Die Management Tools und die Basis um das zu realisieren was sich VMware unter Cloud vorstellt. Also „eigentlich“ ist die VMware Cloud eine „Virtuelle Maschinen“ Wolke die von „jemandem“ betrieben wird. Ob das nun der Endkunde ist der ein vCenter mit ein, zwei vSphere 5 Servern (also ESXi5) oder ein Hosting Provider ist der viele hunderte VMs für Kunden in einer „Public Cloud“ bereitstellt spielt eigentlich keine Rolle.


Lauft das Ganze beim Provider wäre es natürlich viel zu kompliziert und aufwendig „nur“ mit einem vCenter zu administrieren, dafür gibts dann das eigenständige Produkt genannt vCloud Director von VMware das diese Management Ebene nochmal eins nach oben schiebt und es erlaubt viele hunderte VMs (angeblich 10.000) durch ein „single pane of glass“ zu betrachten und zu administrieren. Natürlich mit Möglichkeiten im Bereich der Security diese zu isolieren, Role Based Access Security um Admins der Kunden auch VMs administrieren zu lassen ohne das sich diese mit Umgebungen anderer Kunden vermischen. Vor allem auch ohne das sich der Kunde Gedanken machen muss, wo lauft das Ganze jetzt. Wer kümmert sich darum das genug Speicher vorhanden ist. Wer schaut auf die Storage Auslastung. Das ist alles Aufgabe des (Cloud) Providers. Der Kunde hat einfach den Service „virtuelle Maschine“ und betreibt darauf seine Services wie SQL, Exchange, Active Directory, SharePoint, DNS, DHCP, FTP,... und wie sie nicht alle sonst noch heissen.

Aber wie gesagt – Im Prinzip ist jede vSphere Installation schon eine kleine Private Cloud. Neben der Management Software gibts durch offene APIs natürlich die Möglichkeit jederzeit eine Private Cloud (vSphere Server im Keller) mit der Public Cloud zu mischen und eine Hybrid Cloud zu machen. Damit ist es einfach möglich ein fertiges Image das bei mir im Haus bereits läuft (Exchange 2010 zum Beispiel) einfach mit einem Klick in die Public Cloud zu schieben. Gedanke dahinter – ich brauch mehr Leistung und hab kein Geld für Investitionen, dann schieb ich die VM einfach in die Cloud und kauf mir dort on demand mehr Leistung zu, die mich aber nur einen Bruchteil dessen kostet was eine Aufrüstung meiner vSphere Infrastruktur mit neuer Hardware zum Beispiel kosten würde.


VMware bietet also eine Plattform an um Clouds zu bauen, sie bieten nicht die Cloud selbst, auch das muss ein Provider tun (nicht VMware). Somit kaufen kann ich VMware vCloud bei einem VSPP Partner der einfach einen vCloud Director hat und mir dieses Service anbietet. Was ich dann drauf laufen lass ist im Prinzip mein Problem.


Office 365
Auch hier spricht Microsoft von einem Cloud Service. Also derer Mehrer natürlich, da Office 365 ja nicht nur aus Exchange besteht sondern auch aus SharePoint und Lync. Aber Moment. Lync und SharePoint und Exchange,... das sind doch alles Produkte die man ganz normal kaufen kann. Wieso ist das auf einmal eine Cloud? Naja, das is jetzt ned sooo einfach. Hier wird halt der Begriff „CLOUD“ etwas lockerer gesehen und auch wenn das Service klar definiert ist (Collaboration, intelligente File Ablage, Echtzeitkommunikation) dann ist es doch in Summe trotzdem ein Service den der Endkunde konsumiert und sich nicht darum kümmern muss woher er kommt oder? Das reicht für ne Cloud.

Microsoft geht halt den Weg und sagt offen – Hey klar wir verwenden das Flaggschiff der Messaging Plattform um den besten Cloud Service überhaupt zur Verfügung zu stellen – EXCHANGE ONLINE! Dito mit SharePoint und Lync. Nur, genau betrachtet ist das ja keine CLOUD im eigentlichen Sinn (oder nur im VMware Sinn nicht?) sondern nur ein simpler Service der aus der Wolke konsumiert wird. Also eher mehr so Anfang 90er Jahre als wir stolz unsere ersten GMX Postfächer präsentiert haben und nach dreimal checken am ISDN Anschluss feststellen mussten dass das Monatsdownload-Limit erreicht war.


Ja – das klingt jetzt hart, aber fairerweise muss man halt schon sagen, reduziert man es auf die wesentlichen Dinge, dann is es doch nur gmx, rapidshare und ICQ oder nicht? Naja – das Argument ist auch hier natürlich einerseits Funktionalität und natürlich auch die unterschiedlichen Varianten von OnPremise und Cloud Kombinationen, genannt Hybrid Cloud. Also auch hier – man stöpselt einfach den Internet Stecker an die Wand, klickt zweimal und hat in der Firma seinen Exchange mit dem Exchange in der Wolke verbunden. Schon ist das Ganze eine Hybrid Cloud und es ist dem User wieder egal, liegt die Mailbox auf Office 365 oder auf dem lokalen Exchange Server. Er hat sein Outlook und das muss funktionieren. (im Idealfall natürlich mit Single Sign On und sonst ned einem zweiten Passwort.)

Integration ist das grosse Stichwort das Microsoft hier anpreist und als Alleinstellungsmerkmal versucht heraus zu streichen. Sie haben ja auch nicht unrecht, solang der Endkunde auch Microsoft als Infrastruktur einsetzt (wer hat das nicht?).


FAZIT
Was kann ich sagen – Cloud ist Cloud egal wer sie anbietet, letztendlich bekommen wir doch immer nur einen Service präsentiert. Der Eine setzt halt beim Mail an, der andere beim Betriebssystem. Ob das eine jetzt mehr oder weniger Cloud ist, sei dahingestellt. Entscheidungshilfe für die eine oder andere kann ich keine geben, nur Hilfe das Rettungsboot zwischen all den Wolken zu finden.


Und zu guter Letzt gibt’s wie erwähnt auch die Möglichkeit, eigene Services zu entwickeln, wie z.B. Windows Azure oder eben auch vom Hersteller Google, das ist dann wohl die „echte Cloud“ und nicht nur ein „Software as a Service“, wenn man bedenkt, dass seine eigene Cloud-Software dann heute auf einem Server läuft und auf Wunsch dann morgen auf Tausenden? Ja da gibt’s schon auch einiges an neuen Möglichkeiten, wir werden sehen und beraten Sie jederzeit gerne zum umfassenden Thema "CLOUD"!

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