VMware vSphere 5.0 ist da und hält einige neue Features für Sie bereit
Vor kurzem angekündigt und in seit 22.08.2011 auch schon verfügbar. Und auch vSphere 5.0 bringt wiedermal einige interessante Neuigkeiten mit sich. Neben technischen Erweiterungen und Features wurden auch die Lizenzmodelle etwas umgestellt. Aber dazu ebenfalls in Kürze mehr. Wie schon vor Längerem angekündigt ist nun mit vSphere 5.0 nun endlich ESX als möglicher HyperVisor komplett eliminiert. Es gibt nur mehr den ESXi als Alternative und entsprechend müssen Kunden in diesem Bereich etwas umdenken.
Monitoring Produkte die eventuell noch mit lokalen Agents arbeiten müssen auf CIM basierte Agents gewechselt werden. In einzelnen Fällen kann es auch notwendig sein Hersteller spezifische ESXi Images zu erstellen (zu finden im Download Center von VMware unter Driver and Tools bei den „OEM Customized Installer CDs“.) Diese erlauben auch Hardware Vendor spezifische Überwachung wie zum Beispiel bei manchen HP Blades damit auch die Festplatten Stati überwacht werden können. Sowie so mancher Backup Hersteller hat eventuell noch veraltete ESX Console basierte Agents im Einsatz. Sollten Sie hier Fragen haben – können Sie gern jederzeit auf uns zukommen.
Natürlich hat sich in Sachen technischer Erweiterungen wieder einmal viel getan. An den Versionen in der Tabelle mit ihren Features findet man wieder einiges Neues. Alle Features werde ich in diesem kurzen Artikel nicht behandeln – nur die Wichtigsten kurz für Sie herausgestrichen:
- Storage DRS – Jetzt auch Distributed Resource Scheduling für Storage bedeutet einfach gesagt, VMs werden per Storage VMotion verschoben falls die Latenz Werte oder Füllgrade der Stores zu hoch sind.
- 32 way vSMP – Für noch grössere Applikationen und mehr Performance Hunger kann man nun bis zu 32 virtuelle CPUs einer VM zuweisen. Damit auch die fetten SQL Server endlich genug CPUs bekommen
- 1 TB Memory pro VM – es wird jetzt bis zu 1 TB (in Worten – EIN TERRABYTE!) Memory pro virtuelle Maschine supported, auch hier im Hinblick auf SQL / Exchange und andere 64 bit Applikationen die dieses auch nutzen können.
- Multi Core vCPUs – nicht nur das man jetzt bis zu 32 virtuelle CPUs präsentieren kann, es ist auch möglich (meist aus Lizenzgründen) eine virtuelle CPU mit mehreren Cores zu präsentieren. Bei Lizenzfragen kann dies durchaus viel an Geld sparen.
Einen kurzen Überblick der Editionen mit deren Features und Funktionen:
|
|
|
Storage DRS |
|
|
|
Policy-Driven Storage |
|
|
|
View Accelerator |
|
|
|
Host Profiles and Auto Deploy |
|
|
|
I/O Controls (Network and Storage) |
|
|
|
Distributed Switch |
|
|
|
Host Profiles |
|
|
|
Storage I/O Control |
|
|
|
Network I/O Control |
|
|
vStorage APIs for Array Integration |
vStorage APIs for Array Integration |
|
|
vStorage APIs for Multipathing |
vStorage APIs for Multipathing |
|
|
DRS / DPM |
DRS / DPM |
|
|
Storage VMotion |
Storage VMotion |
|
|
Virtual Serial Port Concentrator |
Virtual Serial Port Concentrator |
|
|
vShield Zones |
vShield Zones |
|
|
Fault Tolerance |
Fault Tolerance |
|
|
Hot Add |
Hot Add |
|
VMotion |
VMotion |
VMotion |
|
Thin Provisioning |
Thin Provisioning |
Thin Provisioning |
|
Data Recovery |
Data Recovery |
Data Recovery |
|
High Availability |
High Availability |
High Availability |
|
Update Manager |
Update Manager |
Update Manager |
|
VCB / vStorage APIs |
VCB / vStorage APIs |
VCB / vStorage APIs |
|
VC Agent |
VC Agent |
VC Agent |
|
8-way vSMP |
8-way vSMP |
32-way vSMP |
|
VMware ESXi |
VMware ESXi |
VMware ESXi |
|
32 GB vRAM |
64 GB vRAM |
96 GB vRAM |
|
STANDARD Edition |
ENTERPRISE Edition |
ENTERPRISE+ Edition |
Das geschulte Auge sieht sofort – da fehlt was! Die Advanced Edition wird in Zukunft nicht mehr verfügbar sein und in die Enterprise Edition über geführt. Haben Sie also aktuelle Advanced Lizenzen und eine gültige Support Subscription, so dürfen Sie mit 5.0 die Enterprise Edition einsetzen. GRATIS!
Das gesamte Lizenzmodell wurde in diesem Zusammenhang etwas überarbeitet und aktuellen Trends angepasst. Dabei sei zu sagen – JA – es wurde auch etwas teurer. Die Lizenzpreise sind in Summe um ca. 10% angehoben worden, dafür gibt es ja auch wieder eine Menge neuer Features!
Das Lizenzmodell wurde im Groben beibehalten – das bedeutet es wird weiterhin nach physischen CPU Sockets Llzenziert. Die Core Begrenzung hingegen ist aufgehoben worden. Damit können Sie nun auch OktaCore CPUs mit der Standard Lizenz betreiben. Eingeführt wurde aber das sogenannte vRAM. Das vRAM ist eine Begrenzung die grob gesagt angibt wieviel virtuelles Memory Sie ihren virtuellen Maschinen zugewiesen haben. Mit jeder CPU Lizenz bekommt man eine gewisse Menge an vRAM mit (Siehe Tabelle oben). Hat man mehr vRam in Verwendung, muss man einfach CPU Lizenzen zukaufen. (auch wenn man weniger CPUs hat...)
Was ist jetzt aber vRAM genau?
Stellen sie sich folgendes Beispiel vor. Sie haben einen physikalischen Host – dieser Host hat physikalisch 2 CPUs (Quad Core) und ebenso physikalisch 128 GB Memory eingebaut. Lizenzieren würden Sie jetzt zum Beispiel mit 2x vSphere 5.0 Standard Edition. (in Summe 64 GB vRAM)
Das ist absolut legitim! Sie können dann beginnen damit virtuelle Maschinen zu erstellen. Jetzt kann man einer virtuellen Maschine Memory zuweisen. Dieses Memory ist dann das eigentliche „vRAM“. Legen sie zwei Maschinen mit jeweils 8 GB Memory an. Haben sie 16 GB vRAM verbraucht. (Sie haben aber 64 GB lizenziert durch die zwei CPU Lizenzen).
Jetzt wächst ihr Unternehmen und es werden weitere virtuelle Maschinen angelegt. Nachdem Sie 8 virtuelle Maschinen angelegt haben (mit jeweils 8 GB Memory) wird das Virtual Center das erste Mal meckern das Sie an das Limit ihres vRams gekommen sind. Versuchen sie die 9te VM zu starten, so wird das zwar möglich sein (9x8 GB = 72 GB vRAM), aber das virtual Center wird jedesmal meckern das sie ihr vRAM Limit überschritten haben.
Damit – vRAM ist der ihren VMs zugewiesene Speicher, nicht mehr und nicht weniger. Die letzten Neuerungen zu dem Thema, es wurden die vRAM Limits etwas angehoben (in diesem Artikel bereits berücksichtigt) bzw. eine VM kann maximal 96 GB vRAM „verbrauchen“. Also – wenn Sie eine virtuelle Maschine erzeugen mit 1 TB Memory, so taucht diese in der vRAM Rechnung trotzdem nur mit 96 GB Memory auf. Simpel oder? :-)
Bei Fragen zum Thema können Sie sich jederzeit an uns wenden:
>> zum Kontaktformular